Ältere Menschen – diese Menschengruppe fiel uns bei unseren Besuchen bei Pfarrer Jeremias in Tamil Nadu auf. Es handelt sich um ältere Menschen, die mehr oder weniger auf der Straße leben. Sie verlassen freiwillig ihre Familien, damit ihre Kinder und Enkel mit dem wenigen, was sie zur Verfügung haben, wenigstens sich selber versorgen können. Sie schlagen sich dann auf der Straße mit „Betteln“ bei Verwandten, Dorfbewohnern und beim Pfarrer mehr oder weniger gut durch.
     Dies ließ uns das Projekt „food for family ins Leben rufen. Nun bekommen diese älteren Menschen von den örtlichen Pfarrern monatlich 2,50 € und 10 kg Reis. Für sie ist das eine sehr große Hilfe. Damit werden sie wieder in die Familie aufgenommen und können zum Lebensunterhalt beitragen und ihren Enkeln auch mal eine kleine Überraschung kaufen.
     Seit Kurzem können wir ihnen auch eine ärztliche Versorgung bieten. Eine Ärztin aus einem nahe gelegenen Krankenhaus untersucht sie vierteljährlich, denn viele von ihnen leiden unter Krankheiten, die sie aber auf Grund der Armut nicht behandeln lassen können.
     Bei unserem Treffen mit diesem Personenkreis bat Pfarrer Jeremias sie darum, von ihrem jeweiligen Schicksal zu berichten. Dies zu beschreiben, würde nun hier den Rahmen sprengen, aber ich kann nur eins sagen: Uns lief wirklich bei den verschiedenen Schilderungen eine Gänsehaut über den Rücken! Was machen diese Menschen durch und wie genügsam sind sie. Unser Geschenk, ein Sari für die Frauen und ein Hemd für die Männer, wurde bescheiden, aber mit einem Glänzen in den Augen entgegengenommen.
     Nachdem wir von diesem Projekt in Deutschland berichteten, haben örtliche Ärzte spontan Medikamente gespendet, wie Mittel gegen Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Vitaminpräparate, ein Blutdruckgerät, etc.

Wir benötigen auch weiterhin diese Unterstützung und sind immer dankbar für Spenden in diesem Bereich!

Ulrike Albert                                                                                       Diese Seite als PDF herunterladen