Kinderpatenschaften – sie bilden die Basis, aus der sich alle unsere Aktivitäten entwickelt haben. Eine Patenschaft ist das beste Bespiel für „Hilfe zur Selbsthilfe“, denn durch den Schulbesuch finden selbst die Kinder der ärmsten Familien eine Perspek­tive für ihre Zukunft. Sie geht nun einmal nur über eine fundierte Schulbildung. Die Kinder der Ärmsten müssen schon sehr früh zum Lebensunterhalt beitragen, wie z. B. die Kinder der Fischerfamilien, die mit auf das Meer zum Fischen hinausfahren, um die Familie beim Nahrungserwerb zu unterstützen.

Diese Familien können sich den Schulbesuch ihrer Kinder gar nicht leisten. So ist für sie ein Leben in bitterer Armut und ohne Perspek­tive vorprogrammiert. Für solche Kinder ist unser Hilfsprogramm gedacht. Mütter wenden sich an ihren örtlichen Pfarrer, der die Situation der einzelnen Familien kennt und somit in der Lage ist zu entscheiden, welches Kind in das Programm aufgenommen werden kann. Es gibt sehr viele arme Familien, aber nicht alle Kinder können – wegen fehlender Pateneltern bei uns – Unter­stützung finden. Ist dann aber entschieden, welches Kind Pa­teneltern bekommt, wird dies von allen Bewohnern akzeptiert und anerkannt.

Der monatliche Beitrag für eine Patenschaft beträgt 10,00 €. Damit ermöglichen Sie „Ihrem“ Kind und allen seinen Geschwistern den Schulbesuch, den Kauf der vorgeschriebenen Schuluniform und der Lehrmittel. Außerdem erhält die Familie dadurch einen Beitrag zu ih­rer Ernährung.

Das Geld wird in zwei Raten ausgezahlt: zum Schul­beginn im Juni und zu Weihnachten. 4,00 € werden monatlich auf ei­nem Sparbuch des Kindes für die spätere Ausbildung bei einer Bank angelegt. Diese Sparkonten werden von unserer indischen Partnerorganisation unter Leitung von Pfarrer Jeremias geführt und von uns selbst bei unseren regelmäßigen Indienreisen überprüft. Von den Lehrkräften und den Pfarreien vor Ort wird überwacht, ob die Kinder auch tat­sächlich die Schule besuchen. Besucht ein Kind die Schule nicht mehr, weil es z.B. von seiner Familie zum Arbeiten geschickt wird, endet unsere Unterstützung für dieses Kind und die Pateneltern wer­den von uns in Kenntnis gesetzt. Sie können sich dann für eine neue Patenschaft für ein anderes Kind entscheiden. Bei unseren Besuchen in Indien können wir uns im­mer wieder davon überzeugen, wie glücklich die Kin­der sind, in die Schule gehen zu dürfen und wie dankbar und erfreut sich ihre Eltern über die Paten­schaften zeigen.

Jeder, der einmal in die strahlenden Augen seines Patenkindes geblickt hat, wird dies wohl nie vergessen und sich ganz sicher sein, das Richtige zu tun!

Ulrike Albert

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